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*** Realname : CHRISTOPHER.DAVISON
FWD TO : SCHULEZeitung
NACHRICHTEN
fuer den 16. Februar 1994
Quelle 3satText 10.00 MEZ
Sarajevo: Verwirrung um Waffen-Abgabe
Die bosnischen Serben wollen das NATO- Ultimatum zur Entmilitarisierung
Sarajevos offenbar erfuellen. Serbenfuehrer Karadzic erklaerte, die
schweren Waffen wuerden neu gruppiert und UNO-Kontrolleuren uebergeben.
Einige wuerden abgezogen und an anderen Stellen "zu
Verteidigungszwecken"
benoetigt. Armeechef Mladic hatte zuvor nach einem Bericht der Belgrader
Agentur Tanjug gesagt, die Waffen wuerden niemals von den Raendern
Sarajevos abgezogen, weil sie zum Schutz der Serben noetig seien.
Unterdessen gab die UNO bekannt, nicht mehr ueber den Stand der
Waffen-Abgabe zu orientieren. Bisher gaben die Serben 33, die Bosnier 10
Geschuetze ab.
Belgrad verurteilt Ultimatum
Restjugoslawien hat in der Dringlichkeitsdebatte des UNO-Sicherheitsrates
in scharfer Form gegen das NATO-Ultimatum protestiert. Der UNO-Botschafter
Belgrads behauptete, man nuetze das Massaker auf dem Marktplatz von
Sarajevo dazu, militaerisch gegen eine der drei Buergerkriegsparteien zu
intervenieren. Der Diplomat bestritt, dass die bosnischen Serben fuer das
Massaker verantwortlich seien. Die NATO-Entscheidung nannte er einen
"schweren Fehler". Eine zwischen den Kriegsparteien auszuhandelnde
Friedensloesung wolle seine Regierung akzeptieren. Den bosnischen Moslems
warf er vor, seit Monaten Friedensvereinbarungen zu verhindern.
Jelzin warnt vor Alleingang
Der russische Praesident Jelzin hat die NATO vor einem Alleingang in
Bosnien- Herzegowina gewarnt. "Einige versuchen, die Fragen zu Bosnien
ohne
Russland zu entscheiden", sagte Jelzin nach einem Treffen mit dem
britischen Regierungschef Major. "Das werden wir nicht
zulassen". Russland
ist der Ansicht, dass eine Entscheidung ueber Luftangriffe der NATO auf
serbische Stellungen um Sarajevo Sache der UNO ist. In New York setzte der
UNO-Sicherheitsrat die oeffentliche Dringlichkeitsdebatte zum Bosnien-
Konflikt fort. Die Debatte hatte am Montag begonnen.
Major: Russland einbinden
Russland soll nach den Worten des britischen Premiers Major in die Suche
nach einer Loesung im Bosnien-Konflikt eingebunden werden. Nach einem
Treffen mit dem russischen Praesidenten Jelzin sagte Major in Moskau, man
wolle, dass Russland seinen politischen Einfluss geltend mache. Major
rechtfertigte den NATO-Beschluss, mit dem die Serben und Moslems ultimativ
aufgefordert werden, die schweren Waffen im Umkreis von Sarajevo
abzuziehen. Major und Jelzin hatten zuvor vereinbart, dass die jeweils auf
das andere Land gerichteten Atomwaffen ihrer Staaten umprogrammiert werden
sollen.
Nordkorea laesst Atomanlagen inspizieren
Nordkorea hat sich bereiterklaert, seine sieben Atomanlagen von Experten
der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO kontrollieren zu lassen.
IAEO- Sprecher Kyd teilte mit, Nordkorea habe "alle Forderungen"
akzeptiert. Die IAEO-Delegation will vor allem feststellen, ob seit den
vorangegangenen Inspektionen im Februar 1993 in den Atomanlagen spaltbares
Material fuer militaerische Zwecke abgezweigt wurde. Nordkorea hatte nach
wochenlangem Widerstand ueberraschend die abgebroche- nen Gespraeche mit
der IAEO wieder aufgenommen. Der nordkoreanische Botschafts-Vertreter
ueberreichte die positive Antwort auf den Forderungskatalog.
Bundeswehrsoldaten zurueck
102 Bundeswehr-Soldaten sind am Dienstag aus Somalia nach Deutschland
zurueckgekehrt. Sie trafen am Nachmittag auf dem Flughafen Koeln/Wahn
ein.
Vor rund acht Monaten hatte der Einsatz in dem ostafrikanischen Land
begonnen. Die zurueckkehrenden Soldaten wurden von Staatssekretaer
Schoenbohm vom Verteidigungsministerium begruesst. Die Beteiligung an der
UNO-Mission soll Ende Maerz auslaufen. Bis dahin sollen die derzeit 1 300
noch in Somalia stationierten Bundeswehrsoldaten das Land verlassen haben.
Aristide lehnt neuen Plan fuer Haiti ab
Der im US-Exil lebende Praesident Haitis, Jean-Bertrand Aristide, haelt den
neuen Plan zur Beilegung der Krise auf der Karibikinsel fuer
unverantwortlich und lehnt ihn ab. Der von einer Delegation haitianischer
Abgeordneter entworfene und von den USA unterstuetzte Plan sieht die
Ernennung eines Ministerpraesidenten vor dem Ruecktritt der
Militaerregierung vor. Eine Frist fuer die Rueckkehr Aristides an die
Spitze Haitis ist nicht enthalten. Aristide betonte, dass er an dem unter
Vermittlung der UNO mit der Militaerregierung ausgehandelten Plan
festhalte. Er werde erst dann eine Regierung bilden, wenn die Militaers
abgedankt haetten
Schweres Erdbeben in Indonesien
Ein schweres Erdbeben hat den Sueden der indonesischen Insel Sumatra
erschuet- tert. Die Behoerden sprachen zuletzt von mindestens 117 Toten und
mehreren hundert Verletzten. Die Bewohner seien im Schlaf ueberrascht
worden, verlautete aus Liwa, einer Distriktstadt in der Provinz Lampung,
300 Kilometer von Jakarta entfernt. Das Beben habe einige Minuten gedauert.
Strassen und Bruecken sowie drei Viertel der Haeuser in Liwa seien
zerstoert. Das Erdbeben ereignete sich kurz nach Mitternacht und hatte eine
Staerke von 6,5 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag 300 Kilometer vor
Sumatras Kueste im indischen Ozean.
Vorerst keine Cessna-Bergung
Die Bergung der am Grund des Bodensees vermuteten Opfer des Cessna- Unfalls
verzoegert sich. Das deutsche Forschungs-U-Boot "Jago" wird vermut
lich
erst am Donnerstag in 160 m Tiefe abtauchen - die Vorbereitungen dauern
laenger als angenommen. Gestern hatte das Landeskriminalamt in
Baden-Wuerttemberg bestaetigt, dass mittels Seitensonar Konturen zweier
menschlicher Koerper am Seegrund geortet worden seien. Bei der Cessna-
Notwasserung am 24.Jaenner sind vermutlich alle fuenf Insassen ertrunken.
Japan will keinen Handelskrieg eingehen
Japan hat am Mittwoch zurueckhaltend auf die Androhung der USA von
Handelssanktionen reagiert. Laut einem Regierungssprecher will Japan die
formelle Entscheidung der US- Regierung abwarten. Nach Tokios Einschaetzung
hat Japan das Abkommen von 1989 ueber den Zugang der US-Firma Motorola auf
den japanischen Mobil-Telefon-Markt nicht verletzt. Dies hatte der
US-Handelsbeauftragte Kantor den Japanern nach dem Scheitern der
Handelsgespraeche vorgeworfen. Wie es weiter hiess, will sich Japan nicht
in einen Handelskrieg mit den USA einlassen. Doch werde man beim Gatt
Beschwerde einreichen, falls die USA die Zoelle nicht wie versprochen
senkten.
Paul Karl Feyerabend gestorben
Der Wissenschaftstheoretiker Paul Karl Feyerabend ist einen Monat nach
seinem 70. Geburtstag einem Krebsleiden erlegen. Er starb am letzten
Freitag in der Westschweiz. Der oesterreichisch-amerikanische Philosoph
gilt als einer der Vordenker der 68er Studentenbewegung. Er hatte sowohl an
der Eidgenoessischen Technischen Hochschule Zuerich wie auch im
kalifornischen Berkeley je eine halbe Lehrverpflichtung. Feyerabend wurde
in Wien geboren. Er studierte nach Gesang und Theatergeschichte in Weimar
an der Universitaet Wien Philosophie, Geschichte, Physik und Astronomie und
promovierte 1951.
Russland: 14'454 fielen in Afghanistan
14'454 russische Soldaten starben im Afghanistan-Krieg. Diese Zahl nannte
der russische Verteidigungsminister Gratschow bei einer Veranstaltung zum
5.Jahrestag des Abzugs der sowjetischen Streitkraefte aus Afghanistan.
Einer der Ehrengaeste der Veranstaltung war Ex- Praesident Michail
Gorbatschow, der seinerzeit die politische Entscheidung ueber den
Truppenabzug getroffen hatte. Der Krieg dauerte neun Jahre und 51 Tage.
Insgesamt kaempften 545'000 Sowjet-Soldaten.
Kuba "light": Laut Verteidigungsminister Raul Castro, dem Bruder des
"maximo lider" Fidel Castro, hat Kuba 1993 die Militaerausgaben
angesichts
der gravierenden Wirtschaftskrise halbiert. Laut Castro sei die Armee auf
dem Weg zur "Selbstfinanzierung".
Solidaritaet: US-Praesident Bill Clinton hat der burmesischen
Oppositionellen Aung San Suu Kyi in einem Brief die internationale
Solidaritaet versichert. Die Friedensnobelpreis- Traegerin steht seit
viereinhalb Jahren unter dem Hausarrest der Militaermachthaber.
Angebot: Die Volksmiliz, eine Terrorgruppe in der kolumbischen
Drogenhochburg Medellin, hat den Behoerden Gespraeche ueber ihre
Entwaffnung angeboten.
WETTER DEUTSCHLAND
Sonnig und trocken, westlich des Rheins und im Schwarzwald zeitweise stark
bewoelkt. Hoechsttemperaturen zwischen -5 C an der Oder und 4 C am
Rhein.
Schwacher bis maessiger Suedostwind.
WETTER OeSTERREICH - DAS WETTER HEUTE
Durchwegs sonnig, oft sogar wolkenlos; ueber den Niederungen am Morgen
dunstig. Tagsueber kraeftiger Temperaturanstieg. DAS WETTER MORGEN
-
Weiterhin sonnig mit durchziehenden Wolkenfeldern. In den Niederungen etwas
waermer, im Gebirge anhaltend frostig. WETTERWERTE Wien ........09.00
gering bewoelkt -8 C Eisenstadt ..09.00 keine Angabe .. -9 C St.Poelten
...09.00 wolkenlos ..... -8 C Linz ........09.00 gering bewoelkt -4 C
Salzburg ....09.00 gering bewoelkt -9 C Innsbruck ...09.00 heiter ........
-7 C Bregenz .....09.00 bedeckt ....... -5 C Graz ........09.00 heiter
........-12 C Klagenfurt ..09.00 heiter ........-10 C
WETTER SCHWEIZ
Prognosen fuer heute Mittwoch: Ganze Schweiz: In den inneren Alpen sonnig.
Sonst meist bewoelkt. Im Tagesverlauf Bewoelkungsauflockerung und am
Nachmittag dann ziemlich sonniges Wetter. Tageshoechsttemperaturen um 0
Grad. In 2000 Meter Hoehe um -5 Grad. Allgemeine Lage Der Alpenraum
liegt
im Bereich relativ schwacher Luftstroemungen. ueber der Schweiz liegt
jedoch maessig feuchte Luft, die heute allmaehlich abtrocknet.
WETTERWERTE EUROPA
Stand:07.00
Muenchen schoen - 10 Berlin schoen - 9 Hamburg schoen - 6 Frankfurt schoen
- 6 Innsbruck schoen - 8 Wien schoen - 10 Zuerich stark bewoelkt - 4 Bern
stark bewoelkt - 2 Locarno stark bewoelkt - 2 Paris Nebel + 1 London stark
bewoelkt + 6 Amsterdam stark bewoelkt + 1 Kopenhagen schoen - 4 Prag
schoen - 11 Warschau schoen - 13 Moskau stark bewoelkt - 7 Budapest schoen
- 8 Athen stark bewoelkt + 5 Belgrad schoen - 9 Rom keine Meldung Mailand
leicht bewoelkt - 1 Nizza leicht bewoelkt + 2 Palma-de-Mallorca leicht
bewoelkt + 7 Madrid stark bewoelkt + 5 Lissabon schoen + 6 Tunis stark
bewoelkt + 8
Magazin Oesterreich Inland
Heindler startet Temelin-Mission
Der Atomexperte Heindler und seine Delegation sind gestern in die USA
abgereist. Anlaesslich des Kongress-Hearings ueber die Kreditgarantie
fuer
das tschechische AKW Temelin wollen sie die Oesterreichischen Bedenken
vortragen. Kanzler Vranitzky wies Vorwuerfe, er sei von der Bank Austria
ueber eine Mitfinanzierung Temelins informiert worden, als "Luege"
zurueck.
Der Kanzler glaubt auch nicht, dass die Diskussion ueber den Handel mit
Optionsscheinen fuer tschechische Energieaktien die Glaubwuerdigkeit
Oesterreichs beeintraechtigt.
Permanente Ozonschicht-Messungen
Oesterreich beginnt mit staendigen Messungen der Ozonschicht. Ein auf dem
Sonnblick in 3.106 Meter Hoehe stationiertes sogenanntes Brewer-
Spektrophotometer misst die Gesamtdicke der Ozonschicht ueber Oesterreich
und die Hoehenverteilung des Ozons in der Stratospaehre. Ausserdem soll ab
April die Intensitaet der UV-B-Strahlung festgestellt werden.
Oesterreich
wird damit erstmals eigene Daten ueber die Ozonschicht erheben koennen,
sagte Umweltministerin Rauch-Kallat.
Austropop
Schlagerkarussell wird eine neue ORF-Sendereihe heissen, die am 31.5. im
Hauptabendprogramm startet. Als Praesentator ist Karl-Hannes-Planton
vorgesehen. Schlagerstars von gestern, heute und morgen werden vor einer
Open-Air- Kulisse (Woerthersee, Kufstein,Attersee, Rosenburg, Moerbisch,
Schlossberg in der Steiermark) auftreten. Fuer die Premiere wurden u.a.
Caterina Valente, Al Bano e Romano Power, Nicki, Brunner & Brunner und
Styrina eingeladen.
Oesterreich Kalendarium am 16.Februar ...
1937 Das amerikanische Chemieunternehmen du Pont erhaelt ein Patent auf die
unter der Leitung von Wallace Carrothers entwickelte Nylon- Kunstfaser.
1938 Bundeskanzler Schuschnigg bildet die oeterreichische Regierung um und
beruft den Nationalsozialisten Seyss-Inquart zum Innen- und
Sicherheitsminister.
Geburtstag: Philipp Melanchthon, dt.Humanist/Reformator (1497) Todestag:
James Cook, brit.Seefahrer (1779)
WITZ WITZ WITZ WITZ WITZ WITZ WITZ WITZ
Zwei Jungen erscheinen in der Sprechstunde des Arztes. "Herr
Doktor", sagt
der eine, "ich habe aus Versehen eine Glasmurmel ver- schluckt."
"So, so!
Und was moechte der andere Junge?" "Der wartet auf die Murmel. Die
gehoert
naemlich ihm."
cd
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